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Lichterumzug mit St. Martin

Weiterführende Informationen: http://www.infowilplus.ch/_iu_write/artikel/2017/KW_45/Oberuzwil_Jonschwil/Artikel_25866/

Lichterumzug mit St.Martin

Eine alte Tradition lebt in Jonschwil weiter.

Am Abend des 7. Novembers erinnerte im Dorf Jonschwil der traditionelle St.Martins-Lichterumzug an den grossen Heiligen der Spätantike und Namenspatron der Pfarrkirche.

Räbeliechtli-Umzüge gibt es im November in vielen Gemeinden. In der Jonschwiler Form wurde der Brauch vor etwa fünfzehn Jahren eingeführt. Dazu Martin Betschard, pensionierter Mesmer und einer der Initianten: „Sankt Martin ist im Gemeindewappen dargestellt und wird auch als Patron unserer Kirche verehrt. Da machte es Sinn, dass wir in guter Zusammenarbeit von Kirche und Schule diesen Brauch bei uns pflegen“. Passend zum legendären Geschehen im Leben von Sankt Martin präsentierte sich beim Lichterumzug das nasskalte Wetter. Warm gekleidet versammelten sich die Kindergärtler und Unterstufenschüler auf dem Schulhausplatz. Eine Feuerschale strahlte eine willkommene Wärme aus. Eine Lehrperson begrüsste die Kinder und die zahlreichen erwachsenen Zuschauer und Begleitenden.

Alterssiedlung besucht
Diakon Peter Schwager stimmte nach dem Kinderlied „Hui blost dä Herbstwind“ mit besinnlichen Gedanken in den Umzugsabend ein. Auf dem Kirchplatz sangen die Kinder zwei Strophen des St.Martinsliedes, begleitet von Gitarrenklängen. Hinter dem mit rotem Mantel und Helm ausgerüsteten St.Martin auf dem Pferd marschierten die Schülerinnen und Schüler mit ihren selber gefertigten Lampionen oder den geschnitzten Räbeliechtli auf die Umzugsroute. Ein erster Halt war bei der Alterssiedlung vorgesehen. Dort erfreuten die Kinder die Senioren und das begleitende Volk mit zwei Liedern. Der an der Spitze der Prozession reitende Martin führte sie dann weiter durch das Dorf.

Heisser Punsch und Wienerli
Bei einem zweiten Stopp sangen sie nochmals zwei Räbeliechtli-Lieder, bevor sie sich auf den Weg zurück zum Kirchplatz begaben. Dort fand der schöne Brauch mit dem St.Martinslied und der Szene mit dem halben Umhang an den Bettler seinen Abschluss. Bei der dritten und vierten Strophe wurde die Erzählung durch Peter Schwager und einem jungen Spieler pantomimisch dargestellt. Bei den für die den offerierten Wienerli und warmem Punsch liessen es sich die Teilnehmenden gut gehen. Einige Frauen der Elternmitwirkung und ältere Schüler halfen bei der Organisation mit.

Pfarrei Jonschwil seit 1200 Jahren
Aus der Chronik von Paul Gämperli geht hervor, dass die Pfarrei Jonschwil schon vor zwölf Jahrhunderten im Jahre 814 erstmals erwähnt wurde. In der entsprechenden Urkunde heisst es: „Adalgoz in der March Algetshausen überträgt seinen Besitz an die Kirche des hl. St.Martin in Jonschwil“. Das heutige Gotteshaus wurde ab 1867 neu erbaut. 2015 erfolgte die Eingliederung der St.Martins-Pfarrei Jonschwil in die Seelsorgeeinheit Uzwil.

Sankt Martin, ein Vorbild
Als Sohn eines römischen Offiziers wurde Martin schon im Alter von fünfzehn Jahren zum Militärdienst einbezogen und leistete in Frankreich seinen Dienst. Die Legende besagt, dass Martin als Offizier auf dem Ritt durch die Stadt Amiens einem nackten, frierenden Bettler begegnete, dem niemand half. Er teilte mit seinem Schwert seinen Mantel und gab die eine Hälfte dem Bettler. Auf vorbildliche Art kam so Martin dem Matthäus-Evangelium nach: “Ich war nackt und ihr habt mich bekleidet. Was ihr getan habt einem meiner geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan“.

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Im Traum begegnete Martin Jesus, der seinen halben Umhang trug und zu ihm sagte: „Martin, ich war der Bettler, dem du deine Barmherzigkeit geschenkt hast“. Dieser Traum veränderte sein Leben völlig. Er verliess die Armee, trat als Mönch in den Dienst Gottes und liess sich als Christ taufen. Für seine Geduld und Nächstenliebe wurde er sehr geschätzt. Später wurde er als Bischof von Tours geweiht. Sankt Martin ist Schutzpatron vieler Handwerkberufe, der Bettler, der Soldaten und der Haustiere.
Quelle: Wikipedia

Lichterumzug St. Martin

Schuleinheit Primarschule Jonschwil

Datum der Neuigkeit 14. Nov. 2017

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